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ELASTICISMO ... happy birthday! |
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In diesen Tagen wurde der ELASTICISMO als Nou Surrealime Pitiús ein Jahr alt. Im Rahmen der Mostra de Creativitat fanden die Festlichkeiten in der ersten Oktober-Woche in der oktagonalen Halle vom ehemaligen Fisch-Markt der Altstad Ibiza's statt. Grund genug zu feiern gibt es: nicht nur lokal war der ELASTICISMO erfolgreich. Es gab eine weitgestreute positive Resonanz, sogar einige Dank-Schreiben führender Institutionen und Museen für des MANIFEST 2007 in Form eines Kurz-Films. Die Präsenz von VENUS 2008 (H.E.Dunckel) auf der EXPO-Zaragoza wurde geradezu umjubelt. Eine Ausstellung von P.Tauste in der Galerie VIA2 verzeichnete einen überwältigenden Besucherandrang. Das offizielle Festprogramm begann am Nachmittag des 2. Oktober im Rahmen der MOSTRA und gipfelte in der ersten Noche Blanca (Lange Nacht der Museen) auf Ibiza am Samstag den 4. Oktober. Doch bereits ab Montag den 29. September elastisierten sich alle Aktivitäten im Gesamt-Werk. Die Installation einer Auswahl von Elastogrammen, Elastographien und Elastotypien, mit Arbeiten von dem Surrealisten-Kreis nahestehenden KünstlerInnen, erwartete die Besucher: Ana Jakimow (performance) Andrea Englaender (objeto luminoso) Claudia Scharapenko (fotografía) Inés Sarmiento (performance) Lina Andiñach (performance) Teresa Martínez (video-instalación) Carlos Negre (retratos)Schwerpunkt bildeten Elastoflexionen zum Thema: GOLD. Pepe Tauste, als Mitbegründer des Nou Surrealisme Pitiús, präsentierte sich selbst in einigen Elastogrammen zu Ehren eines der grossen Pioniere des Pre-Elasticismo: Charly Chaplin. Dabei war eine Orientierung an dessen Meister-Werk "Gold-Rush" nicht zu übersehen. Kuriose Szenen dieses Films fanden Ihre „Aufertstehung" in der alten Fisch-Markt-Halle. Holger E. Dunckel elastovisierte eine Anekdote des anderen grossen Pre-Elastizisten: Salvador Dalí. Sie handelt von einem Dalí-Zitat in einer französichen Zeitung und erzählt von Goldenen-Urinalen. die Lenin seinerzeit dem russischen Volk versprach; und die durch einen Übersetzungsfehler zu Goldenen Nacht-Töpfen wurden. Zu bewundern als "Prototype Lenin" und "Modelo Rockefeller". In weiteren Arbeiten, wie "Los 3 Monos" (Die 3 Affen) oder "Einstein fordert Elasticismo", wurde auf kommunikative Probleme eingegangen, wo die Affen z.B. "NICHT WEINEN - NICHT LACHEN - NICHT TEILHABEN". In einer Zeit voll von "REKLAME-RUMMEL" (Hypes) und "FAKES" in der Welt der Künste, bieten die neuen Formeln des ELASTICISMO eine große Hilfe, für Museen ebenso wie für Galeristen und Sammler, ihre jetzt neu proportionierbaren Geldanlagen, in eine plurale und kulturelle Zukunft für die gesamte Menschheit zu orientieren. EL DORADO … und der ELASTICISMO Manchmal ist die Geburt eines Kunstwerkes ebenso mysteriös wie die Entstehung des Universums. - Im Fall von "El Dorado" ist es ohne jeden Zweifel so gewesen. Ich erinnere mich, in meiner Kindheit gehört zu haben, das der russische Politiker Lenin angekündigt hatte, goldene Urinale für das Volk zu produzieren. Das war ein gängiger Witz während meiner Kindheit, in einem Deutschland, das durch die Bombenangriffe der Amerikaner fast völlig zerstört war. Sogar in einer Gross-Stadt wie Hamburg mussten viele Haushalte noch immer oder wieder, aufgrund des Krieges, in den Kellergeschossen der Häuser installierte Latrinen benutzen. Dort hinterließen die Leute ihre Verdauungsreste in einem Behälter, der Gold-Eimer genannt wurde; und was vielleicht mit Lenins Ankündigung in Beziehung stand. Neulich aber fiel mir eine Ausgabe von der "Gaceta Ilustrada" (Nº 919 - vom 19. Mai 1974) in die Hände, wo Salvador Dalí mehrere Seiten gewidmet wurden, weil er gerade das bis dato teuerste surrealistische Bild verkauft hatte (für 245.000,- Dollar). In diesem Artikel erzählt Dali eine Geschichte, die sich in Paris zugetragen hatte. In einer Zeitung von Mendès-France veröffentlichten sie an einem Grün-Donnerstag eine Anekdote, wo er erwähnte, dass Lenin folgendes gesagt habe (und dies ist etwas, was sehr wenige Leute wissen): "Der Tag an dem wir die Macht haben, werden wir öffentliche Urinale aus Gold bauen." Das waren seine exakten Worte. - Und sie kommentierten: "Wir drucken diese amüsante Anekdote, weil sie Dali's Stil entspricht. Aber Lenin sagte nie etwas dergleichen." Drei Tage später kam Chruschtschow in Paris an. Er fuhr zur Rue de Tombe-Issoire, wo Lenin gelebt hatte, lehnte sich dort über den Balkon und sagte: "Ich hoffe, daß wir eines schönen Tages fähig sein werden den Traum unseres Genossen Lenin zu verwirklichen: Urinale aus Gold zu fabrizieren." Am folgenden Tag rief Mendés-France bei Dalí an und ihm wurde gesagt: "Wir sollten uns bei Ihnen entschuldigen. Sie hatten Recht, obwohl wir es nicht wußten. Sie wissen mehr über den Marxismus als wir alle zusammen." Obwohl diese Geschichte eindeutig zu sein scheint, birgt sie aber einige babylonische Verwicklungen. Wir befragten einen 71 jährigen, deutschen Sanitär-Profi, der seit seiner Kindheit im Geschäft seines Vaters Erfahrungen gesammelt hatte und dieser unterstrich, daß sich Lenin auf die Urinale seiner Zeit bezog. Nur die reichsten Russen hatten die Mittel für Porzellan-Teile, und wer nicht mitten auf der Straße urinieren wollte (zu Beginn des 20. Jahrhunderts), musste mit Zink- oder Emaille-Becken vorlieb nehmen (auf Deutsch: Urinale). Dann erklärte eine russische Historikerin: in diesen Zeiten machte die Regierung enorme Anstrengungen, das öffentliche Gesundheitswesen, haupt-sächlich in den großen Städten, zu verbessern (ebenso wie in Spanien). Sie sei überzeugt, Lenin sprach von den Rinnen, die in den öffentlichen Toiletten installiert waren, und fügte hinzu, daß das russische Wort für diese Einrichtungen leicht mit "Urinal" ins Deutsche übersetzt werden kann. Wir können also schlussfolgern: Da fast alle Übersetzungen russischer Texte über Deutschland nach Spanien kamen, wandelte sich das "Urinal" russisch/deutsch in das "Orinal" deutsch/spanisch, Unterschiede in Formen und Nutzen ignorierend und wurde so von Dalí zum Nacht-Topf konvertiert, ein „u" gegen ein „o" tauschend. (Urinal heisst auf Spanisch: „urinarium" – „orinal" hingegen Nacht-Topf) Heute macht dieser Fehler in der Übersetzung die Bewohner dieser Insel zu Auserwählten, Zeugen der Geburt eines der wichtigsten Kunstwerke in der Geschichte der Menschheit: EL DORADO. Was noch bis in die 80er Jahre als Warnung der weisen alten Männer galt: Für ein paar Groschen macht dir jeder Trottel auch den allergrössten Blödsinn, wurde während des selben Jahrzehnts zur Grund-Regel Nr. 1. Dieses oberste Prinzip der traditionellen jüdischen Philosophie und Fundament des Marxismus, nahm viele einfache Geister in Besitz, ohne ihnen die geringste Möglichkeit zu bieten, ihre Absichten und Tatsachen auf professionellem Niveau mit anderen Erfahrungen zu vergleichen. Seit dieser Zeit leidet zu vieles unter weitverbreiteten Mißverhältnissen, weil jeder Trottel jeden Blödsinn machen kann, um zu seinem eigenen "El Dorado" zu gelangen. Dabei vergessen alle Beteiligten vollständig, daß es sich nur um ein Gefäss handelt, in dem Reste nach der Verdauung enden. Also: über einen Fehler und mittels eines anscheinend simplen Kunstwerks, aber mit seinen geistigen Dimensionen, lichtet sich in Ibiza die Möglichkeit, das Gleichgewicht zwischen Ethik und Ästhetik neu zu synchronisieren. Niemand kann sich ständig, ohne Nachteil oder Schaden, gegen die universellen Gesetze stellen, weil diese Gesetze ihre eigene Dynamik haben. Jeder Widerstand gegen diese Dynamik bremmst den natürliche Fluss im Geschehen und wir verlieren unseren universellen Anschluss. |
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Copyright © 2007 [INTERLACEarts!]. Reservados todos los derechos. Revisado el: 17 de octubre de 2008.